Eine Hommage an alleinerziehende Mamas

Wie kann man sich ein Leben ohne Mann und mit Kind vorstellen?

Einen Papa gibt es. Aus welchen Gründen auch immer, lebt er nicht mehr mit Mama und Kind zusammen. Eine wichtige Rolle im Leben der Kinder, wird er im besten Falle spielen. Im Leben der Mama dann irgendwie auch. Eine tiefe Verbindung, die sich schon lange nicht mehr wie Liebe anfühlt und vielleicht sogar schon Hass und Enttäuschung überlebt hat, wird immer bestehen. Denn diese zwei Menschen haben ein gemeinsames Kind. Ein Kind, das die größte Liebe Ihrer beider Leben ist. Und welches somit lebenslang verbindet – ob Frau will oder nicht.

Manchmal ein Segen, manchmal ein Fluch.

Gibt es doch einige Mamas, die den Erzeuger ihrer Liebsten gerne auch mal gegen die Wand klatschen wollen. Zurecht? Diese Zeilen gelten den Frauen, den alleinerziehenden Müttern, den Kämpferinnen und Löwinnen unter uns – natürlich zurecht! Man darf ruhig mal klatschen – wenn nötig auch gegen die Wand!

Sie sind es nämlich, die Tag ein und Tag aus ein Leben meistern, welches bei Gott nicht immer einfach ist. Die Ladys haben den Funktionsbutton dauerhaft auf „on“ gedrückt – Standby gibt es nicht – sie müssen funktionieren. Der Tag ist getaktet und bis zum Abend organisiert.

Ihr Kleines in die Kita bringen, zur Arbeit hetzen, wieder in die Kita und ab Nachhause. Essen machen, zuhören, aufräumen, lieb haben, Zähne putzen, Gute Nacht Geschichten vorlesen und ins Bett bringen. Danach rasch den Abwasch machen, die Arbeit für Morgen durchgehen und anschließend irgendwann auf die Couch fallen.

An manchen Tagen gönnen sie sich ein Glas Rotwein, rauchen rebellisch eine Zigarette aus dem Küchenfenster und atmen durch. Geschafft. Zwischen Lego, Kuschelteddy und Wimmelbuch genießen sie den Moment der Ruhe – wie wertvoll er ist. Am nächsten Tag geht es von vorne los. Wenn Sie Glück haben, hat der Papa so viel Verstand und Herz, dass er sich regelmäßig und zuverlässig um sein Nachkommen kümmert. Das ist nicht immer der Fall.

Diese Zeilen gelten den Frauen, den alleinerziehenden Müttern, den Kämpferinnen und Löwinnen unter uns – genau denjenigen, bei denen es nun mal nicht der Fall ist. Sie sind es, die ein organisatorisches Meisterwerk vollbringen! Solange alles nach Plan läuft, läuft´s – läuft Papa außer Plan, kommt das komplette Konstrukt zum wanken.

Abgesagte Besuchstermine oder gebrochene Vereinbarungen schüren nicht nur Unruhe, sondern auch Traurigkeit. Traurigkeit beim Kind und somit bei der Mama. Mahnend erhebt sie den Zeigefinger Richtung Papa, „wie kannst Du das unserem Kind antun?“ Mama als Sender versucht verzweifelt und voller Hoffnung für das Wohl des Kindes zu kämpfen. Empfänger Papa ist gekränkt, weiß genau warum das mit der Beziehung damals nicht geklappt hat. Traurig und unverstanden versuchen diese tapferen Frauen in solchen Situationen, Ihr Kind zu trösten „ Papa liebt Dich!“ Am liebsten würden sie laut Scheiße schreien – tun sie aber nicht – Chapeau! Irgendwann zweifeln Sie an Ihrer Härte. Sie wissen, dass er das Kind genau so liebt wie sie – nur anders. Neben Arbeitstier und Supermama sind sie also auch noch Friedensstifter.

Manchmal sind sie krank. Auch dann wackelt das Meisterwerk der Organisation gewaltig. Habt Ihr es nicht gewusst? Alleinerziehende Mamas dürfen überhaupt nicht krank sein. Wenn Sie Glück haben, helfen die Großeltern oder der Papa in der fiebrigen Zeit.

Diese Zeilen gelten den Frauen, den alleinerziehenden Müttern, den Kämpferinnen und Löwinnen unter uns – genau denjenigen, bei denen es nun mal nicht der Fall ist.

Von der Grippe gebeutelt geben Sie Ihr Bestes – und das ist selbst im Krankheitsfall beeindruckend . Weil sie müssen – können sie es, oder andersrum?

Sind sie gesund dreht sich das Karussell weiter, sie mittendrin voller Liebe für Ihr Kind, Leidenschaft für den Beruf und hoffentlich auch etwas Zeit für sich. Denn Sie sind nicht nur Mamas! Sie sind fantastische Frauen. Selten aber öfters als nie, gönnen Sie sich eine Auszeit. Gehen Sie aus, können Sie feiern, lachen und tanzen. Sie genießen jeden Augenblick dieser kleinen Freiheit und können schon lange geplant aber spontan, die Nacht zum Leuchten bringen. Sind sie wieder zuhause, leuchten die Kinderaugen.

Jeden Abend bringen Sie Ihr Kleines ins Bett – alleine. Sie durchleben die Trotzphasen, die Glücksmomente, die Tränen, die Höhen und Tiefen, die Erfahrung und Entwicklung Ihres Kindes – zumindest im Alltag – alleine. Allein deshalb haben diese Heldinnen nichts, als tiefste Hochachtung verdient!

Diese Zeilen gelten den Frauen, den alleinerziehenden Müttern, den Kämpferinnen und Löwinnen unter uns – genau denjenigen, bei denen das Alles, der Fall ist.

Genau diesen phantastischen Frauen schenke ich einen ganz besonderen Dezembergruß:

Ihr seid die wahren Weihnachtsengel!

Für die Feiertage wünsche ich Euch viele besondere Momente mit Euren Lieben, ein bisschen mehr Zeit für Standby Momente, die eine oder andere Küchenfensterzigarette, guten Rotwein, wenig Grund zum „scheiße“ schreien, umso mehr leuchtende Kinderaugen und einfach alles was Euch glücklich macht. Ein großer Dank im Namen Eurer Kinder, für all das was ihr opfert, kämpft, leidet, lebt und liebt.

Schön, dass es Euch gibt!

Eure Luise

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